Dieser Text ist während einer Schreibübung entstanden, bei welcher eine Person einer anderen ein Wort geben muss, das in irgendeiner Weise in dem zu schreibenden Text vorkommen soll. Das Wort für diesen Text war „Vorhang“.
Bewegungslos starrt sie aus dem Fenster, auf die Straße, auf die Stadt. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte sie all das schön gefunden, sich an den bunten Werbeplakaten auf den grauen Klötzen erfreut. Damals, als sie ihr modernes Apartment bezogen hatte, mit nicht mehr als ein paar Bildern von ihren Verwandten im Gepäck. Sie war einer Zukunft gefolgt, so schillernd und verheißungsvoll wie die Lichter der großen Stadt am Horizont. Zu spät hatte sie begriffen, dass sie die Anonymität in der Menge nicht ertragen konnte, dass sie sich insgeheim nach der Wärme ihres Heimatdorfes sehnte. Auch ihre Karriere im Theater war nur von kurzer Dauer gewesen, ihre schauspielerischen Leistungen sanken auf Grund ihrer Depressionen. Heute verharrt sie die Tage vor dem Fenster, antriebslos, und hängt ihrer Vergangenheit nach, weil sich die Zukunft eben doch nur als ein grauer, monotoner Block erwiesen hatte.
Ja, es hatte eine Zeit gegeben, in der sie das Leben hier genossen hatte. Doch wie sagte man so schön im Theater:Der Vorhang war gefallen.
hey wali :)
wieschon gesagt, finde ich diese geschichte voll toll^^
jaja, unsere tollen schreibübungen ;D
tinte, blut, papyrus.
♥
Kästchen, Parfümerie, Strand ;)