Ein Gespräch in Holland, wie es wohl nie stattgefunden hat und es auch nie wird. Ursprüngliches Drehbuch: © 2008 (in einer langweiligen Lateinstunde) Margie Kaufmann & Oscar Woodruff
„Hallo, ich bin Magdalena.“
„Hallo Magdalena.“
„Ich bin hier, weil ich meine Aggressionen gegenüber Latein nicht unterdrücken kann.“
„Interessant, Magdalena. Erzähl und doch bitte, warum du so aggresiv wirst.“
„Weil Latein mich hasst.“
„Interessant, Magdalena. Erzähl und doch bitte, warum dich die lateinische Sprache hasst.“
„Weil sie mich nicht verstehen lässt. Verstehen ist sehr wichtig, um eine Basis für Freundschaft zu schaffen.“
„Magdalena, du denkst zu schwarz-weiß. Nur, weil du Latein nicht als deinen guten Freund sehen kannst, musst du die Sprache doch nicht gleich hassen.“
„Doch. Weil Latein gemein zu mir ist!“
Magdalena bricht in Tränen aus.
„Interessant, Magdalena. Warum und in welcher Weise ist Latein gemein zu dir?“
Magdalena weint weiter.
„Wegen Latein wird mein Selbstbewusstsein geschädigt.“
„Wie das?“
„Ich schreibe blöde Noten. Latein lässt mich mich schlecht fühlen, weil ich es nicht versteht. Ich denke oft an Suizid.“
„Wegen Latein? Ich glaube, du bist ein hoffnungsloser Fall. Du solltest lieber mit einem richtigen Psychologen reden, ich bin doch auch nur ein Obstverkäufer.“
„Super. Keiner kann mir helfen! Ich… Ich springe. Ich springe! Ich mein’s ernst!“
„Wo willst du hier in Holland bitte runterspringen? Es gibt hier doch in unserer Umgebung auch nur Bungalows und nciht einmal eine Kirche.“
„Dann… Öhm… Lass ich mich von einer Windmühle zermetzeln!“
„Das finde ich sehr kreativ, Margie. Kann ich dir beim sterben irgendwie helfen?“
„Nein. Es folgt nun mein Abschiedsgedicht. (Anmerkung: bzw. alles in schlechter Reimform)
Machs gut, du schöne Welt,
ich hatte nie viel Geld.
Doch hätt’ ich Geld gehabt,
dann hätt’ ich nicht versagt.
Drum bring ich mich jetzt um.
Das nennst du vielleicht dumm.
Das ist mir scheißegal,
drum kauf dir ein Regal.
Doch kauf dir keinen Moen,
der ist nicht wirklich schön.
Hätt’ ich mir keinen Moen gekauft,
dann hätt’ ich meine Sorgen nie angehauft.
Dann würd ich jetzt noch leben,
das musst du dir mal geben.
Magdalena, willst du dich nicht lieber beim Poetry-Slam umbringen? Am besten mit einer Bombe! Oder… Wie würdest du denn am liebsten sterben, Magdalena? Ich kann dich gerne überfahren, wenn du willst.
Überfahren ist doch schnöde,
das find ich wirklich blöde.
Lass uns fliegen in den Himmel.
Ich hoff, das Brot hat keinen Schimmel.
Und springen ohne Schirm
und werden ewig irrn
bis wir dann auf die Erde platschen
mit Eingeweiden ganz zermatschen.
Aber… Aber… Ich bin doch ein glücklicher Obstverkäufer! Ich will noch nicht sterben. Nenn mir einen Grund!
Öhm.
Weil fallen schön ist,
will ich’s tun.
Ich stürz mich aus dem Leben raus,
werd ewig in geweihter erde ruh’n.
Aus – die Maus verlässt das Haus.
Öhm… Reicht das als Grund?
Ansonsten:
Verkauf du nur weiter dein Obst,
Bananen, Brinen, Äpfel rot.
Doch wenn du Klarinette probst,
dann back mir ein Begräbnis-Brot.
Ramen.
Magdalena, du hast mich überzeugt. Ich backe dir ein Begräbnis-Brot und springe mit dir in den Tod.
Das find ich toll.
Ich buch den Flug noch heute.
Was immer ich auch damit soll,
das ist mein allerliebster Flug.
Ich wünsch dir einen schönen Tod,
solltest du mir nicht begegnen.
Wenn meine Eingeweide auf den Asphalt regnen,
so versteck dich unterm Boot.
Zwei Monate später. Ein Engel erscheint.
Oh ihr Höllenhunde, Schweine!
Ich bin verflucht.
So muss es sein.
Wie komm ich mir nur selbst ins Reine?
Da oben sprechen die bloß Latein!
Oh Gott. Mein armes Image.
interessant^^
zitat:
„Doch kauf dir keinen Moen,
der ist nicht wirklich schön.
Hätt’ ich mir keinen Moen gekauft,
dann hätt’ ich meine Sorgen nie angehauft.“
geil xD
lol
ich hatte auch schon solche Phasen, aber so was dann zu produzieren!!!
echt klasse der blog^^
Ihr habt echt zu wenig zu tun, oder?
naja wenn ich mal zeit hab schreib ich auch was!
vg
Julius